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Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 16. Aug 2008 17:56    Titel: englische Literatur Antworten mit Zitat

So... damit wir nicht weiter im "Wie alt seid ihr alle?" weiter über Literatur reden, wollte ich dem Thema mal einen eigenen Thread zugestehen.

Und zwar aus folgendem Grund. @MI: Ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass du den Ulysses von Joyce gelesen hast - und sogar empfohlen hast!!

Also ich habe mal begonnen, konnt's dann aber nicht ertragen, nix zu kapieren. Vielleicht war ich zu jung? Jedenfalls hat das Buch ja auch den Ruf, nicht ganz leicht zu sein - und das nicht nur, weil es so dick ist.

Daher fasziniert es mich gerade, dass du so ein dickes Buch gelesen hast.

Was macht das Buch so empfehlenswert?
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 22.01.2005
Beiträge: 1140
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16. Aug 2008 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wo ich geschrieben haben soll, dass ich Ulysses GELESEN habe, weiß ich nicht.

Ich habe aber in der Tat bereits Joyce gelesen - allerdings BISHER nur "A Portrait of the Artist as a Young Man" (hat nur knapp 300 Seiten). Ich spiele aber mit dem Gedanken, das Buch zu lesen. Werde mich dann ähnlich wie durch Faust II einfach durchschlagen Augenzwinkern (wobei das nicht heißt, dass ich's nicht mochte, im Gegenteil, es war aber einfach schwer).
Ich glaube bei einem solchen Schreibstil hilft es, wenn man nebenher eine Zusammenfassung liest. So habe ich auch "A Portrait" von Joyce gelesen. Also habe ich immer ein paar Sätze Zusammenfassung gelesen und dann den vollständigen Abschnitt gelesen, immer so einige Seiten, manchmal bis zu 25, am Stück - manchmal auch umgekehrt, je nachdem. Und dann habe mir einige Interpretationsansätze angesehen und kam so bei dem Buch langsam auf meine Kosten.
Die Länge eines Buches hat mich noch nie geschrekt.

Aber zur reinen Vergnügung kann ich so etwas auch nicht lesen. Bei einer solchen Lektüre geht's mir dann um das Werk, die Sprache und die philosophischen Ansätze. Daher interessiert mich auch Ulysses.

Was ich aber in der Tat getan habe, das ist eine Art "Empfehlung" für das Buch auszusprechen. Dabei habe ich aber lediglich gemeint, dass sich das Buch wegen seiner Bedeutung in der englischsprachigen Literatur für eine Bearbeitung anbietet. Nicht um sonst habe ich Ulysses daher angesprochen, als es um "Literatur und Sekundärliteratur" ging. Da ist es dann auch nicht so tragisch, nicht jeden Satz verstanden zu haben. Dass das passiert, halte ich für unabdingbar. Wenn man Wikipedia glauben schenken darf, verwendet Joyce im Ganzen etwa 30.000 verschiedene Vokabeln. Es könnte also einfach auch bei der Anreicherung des passiven Wortschatzes helfen, der für das Abitur ja auch eine Rolle spielt.
Außerdem gehe ich davon aus, dass es auch Pluspunkte geben wird, wenn man sich mit einem solch schweren Thema auseinandersetzt.
Ferner gilt das Buch bei vielen Angelsachsen als "bestes" und "beliebtestes" Buch.
Und es schult die eigene Hartnäckigkeit Augenzwinkern .
Das macht es für ein Maturathema denke ich durchaus empfehlenswert - wenn man eine Herausforderung sucht. Man kann dann auch auf jeden Fall sagen, dass man sich Mühe gegeben hat.

Das Buch als einfachen Lesestoff zu empfehlen läge mir fern - wie gesagt, noch habe ich es nicht gelesen. Wenn das den Anschein hat, möchte ich mich für die Anmaßung entschuldigen smile .

Gruß
MI

PS: Die Idee mit dem Einzelthread ist eine sehr gute.
Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 16. Aug 2008 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Na gut, vielleicht habe ich etwas unaufmerksam gelesen. Du hast es wirklich nur vorgeschlagen und nicht gesagt, dass du es gelesen hast - wobei ich jetzt auch nicht finde, dass es eine Anmaßung wäre Augenzwinkern

Zum Wortschatz von Joyce fällt mir noch ein... Es gibt ein Buch über Deutschland, das ein US-Amerikaner geschrieben hat. "Deutschalnd-Quiz" von Eric Hansen. In dem einen Kapitel geht es um die deutsche Sprache und die Autoren mit dem größten Wortschatz. Ich glaube, Goethe war weltweit auf Platz 2 - davor kam nur Joyce und zwar weit weit davor Big Laugh

Ich weiß gar nicht mehr, worum es im Ulysses geht, aber vielleicht sollte ich es noch einmal probieren. Aber ich glaube, wenn dann sollte man sich wirklich an das englische Original herantrauen, denn welche Übersetzung kann schon bei 30.000 verschiedenen Wörtern mithalten?

Ich hoffe, dass wir alle hier ab und zu mal ein bisschen über ein gutes Buch plauschen können. Vielleicht ist es ja mal wieder an der Zeit etwas englisch- sprachiges zu lesen.
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 22.01.2005
Beiträge: 1140
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16. Aug 2008 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man Ulysses in Deutsch liest, dann sollte man wohl die Übersetzung von Wollschläger lesen - dass ist zumindest nach allem, was ich gehört habe (und diesmal nicht nur nach Wikipedia Augenzwinkern ) eine wirklich gute Übersetzung.
Aber da wir ja hier auf dem EnglischBoard sind, würde ich allen raten, doch das englische zu probieren Augenzwinkern Big Laugh .
Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 17. Aug 2008 09:51    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, es gibt also eine bekannte deutsche Übersetzung. Aber ich glaube, ohne Verständnishilfen ist das Buch fast nicht zu bewältigen. Ich habe mal den Artikel bei Wikipedia gelesen. Es empfiehlt sich, vorher einmal die Odysee (natürlich auf Latein Augenzwinkern ) gelesen zu haben.

Aber ich habe die Sache mit dem Wortschatz noch einmal nachgeschlagen.

Laut dem oben erwähnten Buch, das sich auf eine Studie des Goetheforschers Georg Objartel beruft, hat

Joyce 100.000
Goethe 90.000
Schiller 30.000
Shakespeare 29.000

Wörter im Wortschatz. Ich finde das ziemlich beeindruckend.
chocolate4ever



Anmeldungsdatum: 09.04.2008
Beiträge: 180

BeitragVerfasst am: 18. Aug 2008 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

ähm darf ich fragen wo diese Empfehlung für Ulysses steht? ich hab sie nicht gefunden und würd auch gern wissen worum es darin geht. vllt les ich das ja mal wenn es interessant klingt.
_________________
Have you ever realized how 'What the Hell' always seems to be the right answer?
Goldenhind
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 17.08.2006
Beiträge: 399

BeitragVerfasst am: 19. Aug 2008 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich zähle zu den Menschen, die "Ulysses" tatsächlich von vorne bis hinten im englsichen Original gelesen haben.
Natürlich habe ich bei weitem nicht alles verstanden, aber es hat mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht, wenngleich es einige Durststrecken gab.

Zum Inhalt:
Beschrieben wird ein einziger Tag im Leben des Leopold Bloom am Anfang des 20. Jahrhunderts in Dublin. Das Interessante daran ist, dass das ganze Buch als Äquivalent zur "Odyssee" von Homer aufgebaut ist. Jedes Kapitel ist in einer anderen literarischen Gattung geschrieben.

Ein wesentliches Merkmal ist der Gebrauch des Stream of Consciousness, d.h. der Text gibt die Bewusstseinsvorgänge und Sinneswahrnehmungen von Bloom und anderen Charakteren unmittelbar wieder.

Dass der Worztschatz bei Joyce so ungeheuer groß ist, dürfte dann wohl auch daran liegen, dass er unheimlich viel onomatopoetische Wörter und Umgangssprache benutzt.

@gargy: ich verstehe nicht, warum man die Odyssee auf Latein gelesen haben sollte, das Buch ist doch im Original Altgriechisch in einer Kunstform des ionischen Dialekts.
Als ich Ulysses gelesen habe, hatte ich die Odyssee vorher noch nicht gelesen, weil ich das erst tun möchte, wenn ich sie eben im Original lesen kann und ich jetzt gerade erst dabei bin, Altgriechisch zu lernen. Natürlich kannte ich aber ihren Inhalt von Gustav Schwab und diversen Verfilmungen etc.

Wer Ulysses im Original lesen möchte, dem würde ich im Übrigen empfehlen, zusätzlich auch eine deutsche Übersetzung anzuschaffen, da man in einigen Kapiteln wirklich arg wenig versteht und das dann ein wenig verkrampft wird. Ich habe das damals leider versäumt, aber ich werde das Buch sicherlich irgendwann nochmal lesen, dann mit der Odysse und einer deutschen Übersetzung daneben.
Jack
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 549

BeitragVerfasst am: 19. Aug 2008 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Goldenhind hat Folgendes geschrieben:
Dass der Worztschatz bei Joyce so ungeheuer groß ist, dürfte dann wohl auch daran liegen, dass er unheimlich viel onomatopoetische Wörter und Umgangssprache benutzt.


Und auch weil er aufgrund seiner Lebenszeit bereits von den zahllosen Wortschöpfungen Shakespeares im Englischen profitieren konnte smile
Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 19. Aug 2008 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Goldenhind hat Folgendes geschrieben:
@gargy: ich verstehe nicht, warum man die Odyssee auf Latein gelesen haben sollte, das Buch ist doch im Original Altgriechisch in einer Kunstform des ionischen Dialekts.


Das war doch nur ein Scherz. Bei Wikipedia steht, dass Joyce das Buch so aufgebaut hat, wie die Odyssee.
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 22.01.2005
Beiträge: 1140
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 22. Aug 2008 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir, durch unser Gespräch inspiriert, dann Ulysses jetzt mal angeschafft - und gerade die 80-seitige Einführung, die das Buch enthält, durchgelesen. Das allein war schon recht schwere Kost - von der Sprache ging's noch gerade, aber vom Inhalt Augenzwinkern, aber ich denke es wird enorm helfen, etwas vom Buch zu haben.

Ich weiß nicht, ob ich noch die deutsche Übersetzung lese - aber ich halte das so, dass ich mir die Zusammenfassungen (z.B. auf sparknotes) und Interpretationsansätze durchlese. So habe ich es auch bei "A Portrait of the Artist as a Young Man" und "Faust - der Tragödie zweiter Teil" gehalten. Das funktioniert "für's erste" auch - vielleicht sogar besser.
Insgesamt aber werde ich diese Bücher sicher nicht beim ersten Lesen "verstehen"...

Die Ilias für Ulysses zu lesen halte ich auch für nicht unbedingt nötig - ihren Inhalt einigermaßen zu kennen genügt wohl. Aber selbst wenn, die Parallelen zu Ulysses sind oftmals wohl so gebrochen, dass man sie schon suchen muss. Laut Vorwort hat die Veröffentlichung des Gilbertschen Schemas dazu geführt, dass die Leser sich nur detektivisch auf die Suche nach diesen Parallelen gemacht haben (auch denen zu den Organen, etc.), das kann natürlich auch nicht der Sinn der Sache sein. Außerdem, so habe ich das im Vorwort verstanden; werde es jetzt im Buch mal sehen, sind die feinen Parallelen zu Odysseus eigentlich gar so wichtig, wichtiger ist eher der grobe Vergleich und auch die Bedeutung des/eines griechischen Mythos.
Die Ilias in Originalsprache lesen zu können wird mir wohl nie gelingen - ich kann kein Altgriechisch, obwohl ich es gerne könnte.

Gruß
MI
Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 22. Aug 2008 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, ja, da habe ich wohl auf der Leitung gestanden. Hammer

Altgriechisch, ok - dachte nur, weil die Lateiner es in der Schule mal übersetzen mussten...
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 22.01.2005
Beiträge: 1140
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 26. Aug 2008 14:20    Titel: Antworten mit Zitat

Goldenhind hat Folgendes geschrieben:

Dass der Worztschatz bei Joyce so ungeheuer groß ist, dürfte dann wohl auch daran liegen, dass er unheimlich viel onomatopoetische Wörter und Umgangssprache benutzt.


Ich beginne zu verstehen, was du damit meinst - aber dennoch ist sein Wortschatz nicht gering, besonders kennt er Unmegen an Synonymen...
Auch wäre die Frage, ob die geballte Macht anderssprachiger Worte in dieser Wortschatzerhebung mitgezählt wird. Immerhin gibt es - zumindest zu Beginn, ich habe bisher nur die Telemachie gelesen - einen nicht unerheblichen Teil deutscher, französischer, lateinischer, etc. Wörter und Zitate.

Gruß
MI
Gargy



Anmeldungsdatum: 25.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 15. Sep 2008 21:01    Titel: Antworten mit Zitat

Um von der schweren Kost des Ulysses wegzukommen, wollte ich mal was witziges einwerfen

"The Secret Diary Of Adrain Mole"

Hat das jemand gelesen? Oh mann, ich hab mich kaputt gelacht.
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